2 WUNDERVOLLE TAGE CITYTRIP ANTWERPEN

Vom Ruhrpott aus bist du schnell im nahegelegenen Antwerpen. Sie war einst die mächstigste Handelsstadt der Welt. Noch heute floriert der Diamantenhandel in der belgischen Metropole. Antwerpen hat einen großen Hafen und liegt an dem Fluß Schelde, ein mächtiger Strom. Bedingt durch diese Lage gelangte Antwerpen zu Weltruhm- Der Handel florierte bereits im Mittelalter.

Anreise nach Antwerpen

Wir fahren mit den Auto nach Antwerpen, da wir mit dem öffentlichen Verkehr viel länger bräuchten und die Züge aktuell auch stark überlastet sind. Mit dem PKW sind es knapp zwei Stunden. Die schnellste Verbindung führt über die A40 Richtung Venlo. Die Autobahn ist gut ausgebaut und ab Venlo auch wenig Verkehr. Wir parken außerhalb auf dem P+R-Parkplatz Luchtbal. So kostet das Parken kaum etwas und das Tagesticket ist beinhaltet. Uns kostete das Parken und die Straßenbahn für eine Person 6 Euro. Das Tagesticket gilt für 24 Stunden, perfekt für unseren 2-Tages-Trip. Das Singleticket für eine Person kostet 3 Euro.

Mit der App De Lijn kannst du bequem deine Tickets über das Smartphone buchen.

Übernachten in Antwerpen

Hotelzimmer in Antwerpen

Wir übernachten im Holiday Inn Express Antwerpen City North. Es liegt relativ zentral am Jachthafengebiet im Bereich Eilandje. Das MAS, Museum an de Stroom, ist direkt gegenüber. Etwa Hundert Meter vom Hotel entfernt ist die Straßenbahnstation. Zu Fuss kannst du am Hafen entlang in die Innenstadt gelangen.

Adresse: Italilei 2 a Het Eilandje

Das Hotel hat komfortable Zimmer mit wirklich bequemen Betten und das Frühstücksbuffet ist hervorragend. Du kannst dir zum Frühstück frische belgische Waffeln zubereiten, herrlich.

selbstgemachte belgische Waffeln mit Puderzucker

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Shoppen in Antwerpen

In der 500.000 Einwohner starken Metropole wird Shoppen ganz groß geschrieben. Allen voran geht die Modeindustrie, da Antwerpen bekannt für seine Designer und Labels ist. Es gibt die renomierte königliche Modeschule an der Nationalstraat und das MOMU- das dazugehörige Modemuseum. Bekannte Modedesigner sind unter anderem Dries van Noten und Ann Demeulenmeester. Sie gehören zu den berüchtigten Antwerp Six, ein Zusammenschluss von sechs Designern, die auf der königlichen Akademie der schönen Künste studierten.

Rund um die Nationaliestraat sind die besten Modegeschäfte Antwerpens. Im Einkaufsviertel MEIR sind die großen Modeketten zu finden. Neben Primark findest du C&A, Ulla Popken, Zara, H&M und vieles mehr. Daneben schöne Straßencafes, Bistros und Restaurants unterschiedlicher Geschmacksrichtungen. Die Geschäfte sind teilweise in prächtigen Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert untergebracht.

Als besonders Highlight gefiel mir die Chocolaterie der beiden tätowierten Chocholatiers Vater & Sohn “ the Chocolate Line“. Der Schokoladentraum ist in einem besonders prächtigen salonartigen Gebäude untergebracht. Es duftet nach köstlicher Schokolade. Im Hinterraum kannst du bei der Fertigung zusehen und hier haut dich der Schokoduft fast um.

Die Leckereien gibt es bereit in kleinen Päckchen mit ausgewählten Pralines für 4.95€. Dabei kommt auch das Auge nicht zu kurz: Kussmund neben farbfrohem Konfekt.

Wir besuchen noch einen schönen Büchershop in der Nähe der Kloosterstraat.

Der Buchladen Boekhandel de Stad leest biete eine tolle Auswahl auch an englsichsprachigen Büchern. Hier gibt es auch ein kleines Cafe, um sich von den Strapazen Bücher anzuschauen, zu erholen. Besonders viele schöne Postkarten, Gruß- und Gratulationskarten gibt es hier zu sehen.

Adresse: Oudann 18

Hier gibt es eigentlich auch viele kleine Läden, aber leider haben wir Pech an diesem Samstag. Heute beginnt mittag die PRIDE, es werden tausende von Besuchern und Teilnehmenden erwartet,w eswegen die schönen Geschäfte leider geschlossen sind.

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Fazit

Für einen Städtetrip ist Antwerpen bestens geeignet. Hier kannst du nach Herzenslust Shoppen, historische Gebäude betrachten, Mussen besuchen oder am Wasser die Seele baumeln lassen. Antwerpen ist gut zu Fuss zu durchlaufen, aber auch auf dem Rad kommst du gut voran.

Wer mehr Zeit mitbringt kann noch Ausflügge ins benachbarte Gent oder etwas weiter nach Brügge fahren. Die beiden kleineren Städte sind sehr sehenswert.

Warst du bereits in Antwerpen? Was hat dich beeindruckt?




KLOSTER KAMP- BAROCKE SCHÖNHEIT IM RUHRPOTT

Kloster Kamp
Kloster Kamp

Der Ort Kamp-Lintfort

Die zu Kreis Wesel gehörige Kleinstadt Kamp-Lintfort liegt am unteren Niederrhein. Hier leben fast 40.000 Menschen. Der Name des Ortes setzt sich zusammen aus dem lateinischen Campus für Feld und dem altfränkischen Wort Lintfort für Saum des Moores. Das bezeichnet die geografische Lage im Mittelalter. Damals war hier überwiegend eine Sumpflandschaft umgeben von Mooren.

Kamp Lintfort Zeche eingang zum Bergwerk
Friedrich Heinrich Zeche

1912 wurde die erste Zeche, Friedrich Heinrich, zur Kohlenförderung in Betrieb genommen. In den Hochzeiten arbeiteten hier über 8000 Menschen. Der Steinkohleabbau wurde im Jahre 2012 eingestellt. Im Jahre 2020 wurde auf dem ehemaligen Zechengelände die Landesgartenschau abgehalten. Der daraus entstandene Zechenpark ist heute Bestandteil der Route der Industriekultur.

1950 erhielt die Großgemeinde Kamp- Lintfort die Stadtrechte.

Kamp Lintfort Grubenbahn Zeche Friedrich Heinrich
Industriekultur

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Landschaftspark
Landschaftspark Duisburg

Das Kloster Kamp

Kamp Lintfort Abteikirche
Abteikirche

Es ist aus dem Jahre 1123 und wurde von den Zisterziensern gegründet. Da damals rund um Kamp-Lintfort ein Sumpfgebiet war, bauten die Klosterbrüder es auf einen Hügel, dem Kamper Berg. Der schöne Terrassengarten wurd um 1740 von Abt Daniels errichtet. Das war auch die letzte Blütezeit des Klosters, dass eines der bedeutensten seiner Zeit war mit vielen Tochterklöstern.

Barockgarten im KLoster Kamp Baumallee
Barockgarten Kloster Kamp

Die letzen Mönche gingen 1802 aus dem Kloster, als die Franzosen das Land übernahmen. Später wurde das Kloster von Aachener Kaufleuten erworben. Die Klosterkriche wurde von nun an als Pfarrkirche genutzt. 1954 zogen die Karmeliter in das Kloster, die unter anderem auch als Lehrer im Ort fungierten. Sie waren bis 2002 im Kloster zu Hause.

Zur Klosteranlage gehört eine Abteikirche, der Klostergarten, der Terrassengarten und das Klostergebäude. Seit 2003 ist das Kloster Kamp ein geistliches Kulturzentrum. Es gibt ein Klostercafe in dem man sowohl drinnen , als auch draußen auf der Terrasse sitzen kann. Sonntags sind die Kuchen besonders lecker mit einer Tasse Kaffee dazu. Bezahlt wird über eine freiwillige spende. Im Klosterladen gibt es Leckerein und kleine Mitbringsel zu kaufen.

Kaffee und Kuchen im KLostercafe
Klostercafe
Laubengang im Kloster Kamp
Laubengang im Kloster

Klostergarten Kloster Kamp
Klostergarten Kloster Kamp

2020 fand auf dem Gelände der Klosteranlage und dem Zechengelände die Landesgartenschau statt.

Der Zechenpark Friedrich Heinrich

Auf 25 ha ist auf dem ehemaligen Zechengelände ein Freizeitpark entstanden. Die gut erhaltenen, historischen Gebäude bieten heute Platz für Wohnungen und Künstlerateliers. Es ist die Hochschule Rhein-Waal untergebracht und vieles mehr. Ein Tierpark, Grünflächen, ein Spielplatz, Wanderwege sorgen für Abwechslung. Der weithin sichtbare Förderturm ist zum Wahrzeichen geworden und bietet eine Aussichtsplattform.

Der Zechenpark entstand 2020 mit der Gestaltung für die Anlagen der Landesgartenschau. Wer etwas über die Bergbautraditon von Kamp-Lintfort erfahren will, kann jeden Sonntag das Haus des Bergmanns oder dem Lehrstollen einen Besuch abstatten.

Adresse: Friedrich-Heinrich-Allee 81, 47475 Kamp-Lintfort

Öffnungszeiten: Gelände: immer geöffnet, Lehrstollen: werktags 10 bis 15 Uhr, am Wochenende 11 bis 16 Uhr

Eintrittspreis: 4 Euro

Route der Industriekultur

Sie ist eine rund 400 Kilometer lange Strecke entlang des Ruhrgebietes. Hier findest du Industriedenkmäler aus 150 Jahren Industriegeschichte. Die Ankerpunkte führen durch die Hochburgen der Stahlindustrie und des Bergbaues. Industriemuseen, Zechenmuseen, Arbeiter-Siedlungen, Landschaftsparks, historische Gebäude und vieles mehr sind Zeitzeugen einer vergangen Epoche.

Es gibt drei Hauptkategorien, die zur Industriekultur zählen:

  • Ankerpunkte
  • Panoramen
  • Siedlungen
Innenhafen Duisburg Marina

Ankerpunkte der Route der Industriekultur sind der Duisburger Innenhafen, der Zechenpark Kamp-Lintfort, der Landschaftspark Nord, das Umspannwerk Recklinghausen, die Villa Hügel, die Linden-Brauerei Unna, die Jahrhunderthalle in Bochum usw.

An Panoramen sind es an der Zahl 17. Darunter befinden sich Denkmäler, Halden, Burgen, Fernsehtürme, Berge und Anhöhen. Die beliebtesten Panoramen sind:

  • Halde Rheinpreußen
  • Fernsehturm Florian
  • Hohensyburg
  • Tippelsberg
Halde Rheinpreußen das Geleucht
Das Geleucht- Halte Rheipreu0en

Zur Route der Industriekultur gehören 13 Siedlungen. Sie entstanden, als die Wirtschaft hier boomte. Für die vielen Arbeiter war Wohnraum nötig. so wurden Zechenkolonien und Arbeitersiedlungen errichtet. Ende des 17.Jahrhunderts wurde die erste Siedlung errichtet. Die Lange Riege in Hagen gilt als die älteste Arbeitersiedlung von Westfalen. In Duisburg gibt es gleich zwei Sieldungen:

  • der Johannenhof
  • Siedlung Rheinpreußen

Außerdem gibt es in Gelsenkirchen, Essen, Bochum, Dortmund, Kamp-Lintfort, Oberhausen, Herne, Lünen und Bottrop Siedlungen.

Der Zechenpark wurde 2021 in die Route aufgenommen. als 27. Knotenpunkt ist er das einzige Industriedenkmal westlich des Rheins.

Warst du schon einmal hier? Was hat dir besonders gefallen im Ruhrpott? Hinterlasse doch einen Kommentar für meine Leser.




BON JOUR SCHÖNES STRASBOURG

Strassbourgh Altstadt an der Ill
Straßburg

Strasbourg gilt als die Hauptstadt Europas, weil hier auch der Europarat und das Europäische Parlament zu Hause ist. Sie ist zudem der Hauptort des Departements Bas-Rhin. Straßburg liegt im Elsass, eine Region zwischen Frankreich und Deutschland. In Straßburg leben fast 300.000 Einwohner. Teile der Altstadt gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die historische Altstadt liegt auf einer Insel zwischen den beiden Flußarmen der Ill, die Grande Ile.

Strasbourg Uferpromenade Altstadt
Straßburg

Die Sehenswürdigkeiten von Strasbourg

der Stadtteil Petite France Fachwerkhäuser an der Ill
Petite France

Petite France

Das Klein-Vendig von Strasbourg, wird es genannt. Die Ill teilt sich hier in fünf Arme, sodass der Eindruck entsteht, man wandle an kleinen Kanälen entlang. Die fünf Arme der Ill sind durch zahlreiche Brücken verbunden- ein weiteres Pendant zu Venedig. Bunte Häuser, neben bezauberndem Fachwerk- das ist das ehemalige Gerberviertel, Petite France.

Das historische Viertel mit Häusern aus dem 16. und 17. Jahhundert gehört seit 1988 zum UNESCO Weltkulturerbe. Es liegt im Südwesten der großen Insel. Heute ist es ein Tourismusmagnet, früher war es ein unbeliebter Ort. Die Gerüche der weiß- und Rotgerbereien, die Henker und Huren wohnten hier- ein Armeleuteviertel also. Darum auch die vielen Fachwerkhäuser. Diese waren viel günstiger in ihrer Bauweise, als die gemauerten Häuser aus Stein. Die Wasserkanäle waren der ideale Ort, um Mühlen zu betreiben. Darum gab es auch das Mühlenviertel, der heutigen Rue de Moulins.

La Krutenau

Brücke über die  Ill in Krutenau
Brücke über die Ill

Im heutigen Szenviertel mit zahlreichen Cafes, Bars und Restaurants lebten einst die armen Fischer und Flussschiffer. Malerische kleine Gassen schlängeln sich durch das Viertel im Zentrum. Hier leben dicht gedrängt etwa 11.000 Einwohner. Das ist die höchste Bevölkerungsdichte von Straßburg. Es gibt auch nur zwei Verkehrsstraßen, die anderen sind zu eng und verwinkelt. In den Gassen gibt es viele kleine Geschäfte, Boutiquen und Galerien. Abends tobt hier das Nachleben.

Der Botanische Garten Strasbourg

Er wurde bereit 1884 gegründet. In dem Tropenhaus gibt es auf zwei Ebenen exotische Pflanzen zu sehen. Der Botanische Garten gehört zu der Universität der Neustadt. Hier werden rund 6000 verschiedene Pflanzenarten gezeigt. Er liegt zudem mitten in der Stadt, nur 15 MInuten zu Fuss vom Straßburger Münster aus. Im Aboretum stehen über 2000 Bäume und Sträucher. Der Garten ist ideal zum Relaxen, wenn es so warm in der Stadt ist.

Die Orangerie

Strasbourg Park Orangerie
Die Orangerie

Der schöne Park unweit von Europaviertel, entzückt seine Besucher mit zahlreichen Storchennestern. aklappern die langebeinigen Freunde. Der Park ist super gepflegt, hat einen kleinen See mit Bootsverleih und viele Parkbänke zum Ausruhen. Der Park wurde bereits im 17.Jahrhundert angelegt. Es ist der größte Park in Straßburg.

Orangerie Park mit Storchenestern auf dem Gebäudedach
Orangerie mit Storchenestern auf dem Dach

Hier fährt eine Oldtimerbahn durch die Grünanlagen. Es gibt einen Mini-Bauernhof und Spielplätze zum Toben. Im Pavillion finden Events und Ausstellungen statt. Der Park steht unter Denkmalschutz mit seinen historischen Bauten. Für Erfrischungen gibt es das Terrassen-Restaurant. Das 26 Hektar große Gebiet liegt in der Neustadt.

Kaiser Wilhelms Erbe- die Neustadt

Monumentale Bauten und Prachtstraßen aus der Kaiserzeit. Darum wird es von den Straßburgern auch als das Deutsche Viertel bezeichnet. Am Place de la Republique stehen die Zeitzeugen aus der Annexion des Deutschen Kaisers. Diese einmalige Architektur ist seit 2017 UNESCO Weltkulturerbe.

Besonders beeindruckend ist der Palais du Rhin, der Kaiserpalast. Direkt gegenüber ist der Universitätspalast. Er ist im Stil der Neorenaissance und umgeben von 36 Skulpturen bedeutender Gelehrter. Außerdem stehen hier viele schöne Stadthäuser der Gründerzeit und prachtvolle Villen. Der Name Neustadt entstand weil sie die eingentliche neue Hauptstadt des Reichslandes Elsaß-Lothringen werden sollte.

Place de la Republique Straßburg
Place de la Republique

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Die Hauptstadt Europas- Strasbourg

Europaviertel in Straßburg europäisches Parlament
Straßburg Europäisches Parlament

Das Europäische Parlament in Straßburg

Einmal den politischen Debatten real folgen, anstatt sie nur im Fernsehen zu sehen. Hier kannst du das. Im Europäischen Parlament debattieren die Vertreter jedes europäischen Landes über Gesetzgebung und Richtlinien in Europa.

Erreichbarkeit: Tramlinie E, Haltestelle Eruopäisches Parlament

Besucherzeiten: Plenartagungen: Monatg bis Freitag, außerhalb von Plenartagungen Montag bis Samstag, die Eintritte sind kostenlos. du kannst als Einzelperson oder mit einer Gruppe teilnehmen. Auf der Besuchertribüne kannst du 30 MInuten lang die Debatten verfolgen. Einlass ist nach Reihenfolge der Ankunft. Es gibt nur 20 Plätze.

Zu sehen gibt es außerdem das Parlamentarium Simone Veil und Dauer- und Wechsel-Austellungen. Für den Einlass benötigst du einen Ausweis oder Pass. Es gibt Sicherheitskontrollen, deine Taschen und Koffer werden durchsucht.

Der Europarat in Strasbourg

Er wurde am 05.Mai 1949 gegründet. Heute gehören 46 Staaten dazu, es werden Debatten geführt zum sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt Europas. Basis ist der in London geschlossene Vertrag mit der Satzung des Europarates.

Der Europarat ist nicht zu verwechseln mit dem Europäischer Rat, dem Organ der Staats- und Regierungschefs. Beim Europarat geht es um die Völkerverständigung und den Schutz der Menschenrechte. Der Europäische Rat debattiert über wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit.

Du kannst den Europarat besuchen. Es gibt geführte Besichtigungen, du musst dich aber vorher anmelden. Die Führung dauert etwa eine bis 1,5 Stunden. Du siehst den Plenarsaal, Präsentation des Europarates und es gibt eine Filmvorführung. Du kannst auch an einer der vier jährlich stattfindenden Plenarsitzungen teilnehmen. Dazu gibt es einen Terminkalender, wann die Sitzungen stattfinden.

Was isst man in Strasbourg?

Poster mit den Spezialitäten von Strasbourg Brezel Gugelhupf Sauerkrait Weißwein

Die elsässische Küche ist eine deftige Küche. Bedingt durch die regionalen Gegenheiten gibt es viel Gemüse in der Region. Das Lieblingsessen der Straßburger ist der Flammkuchen und das Sauerkraut. Das gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Daneben ist Stopfleber, Leberknödel, Brezel, gebratener Karpfen und Spätzle beliebt.

Bei den Kuchen ist es der Gugelhupf und natürlich die Köstlichkeiten der Patsierien wie Macrons oder Meringuespezialitäten. Einen unaussprechlichen Namen hat das Ofengericht Baeckaoffa. Ein Essen mit Rind-, Hammel- und Schweinefleisch. Dazu Zwiebeln, Karotten, Kartoffeln und Kräuter.

Dazu trinkst du am besten einen guten, elsässischen Weißwein. Die Qualität der Weiner aus dem Elsaß ist hervorragend.

Wie hat dir mein Strasbourg gefallen? Welche Tipps hast du für uns?




INDUSTRIEKULTUR 3.0 – LAPADU

LaPaDu Landschaftspark Nord Duisburg
Landschaftspark Nord Duisburg

Duisburg ist bekannt als Ruhrpottmetropole mit dem Ruf eine schmutzige, häßliche Stadt zu sein. Mit dem Klischee nur Industrieschornsteine, Hochöfen und Stahlindustrie zu haben, kämpft die Stadt am Rhein schon lange dagegen an. Die Zeiten der hart arbeitenden Stahlkocher und Bergwerksarbeiter ist lange vorbei. Es gibt nur noch wenig Stahlindistrie in Duisburg. Aus den Zeitzeugen wurden schützenswerte Kulturgüter gemacht. So sind die Häuser und Sieldungen der Zechenarbeiter denkmalgeschützt. Bekannte Sieldungen sind der Johannenhof in Homberg und die Siedlung Rheinpreußen mit ihren putzigen Häuschen und gepflegten kleinen Gärten.

Industriekultur-Duisburg in Zahlen

Duisburg Innenhafen Marina neben Inudstriekultur

Duisburg ist die fünft größte Stadt von Nordrhein-Westfalen und gliedert sich in 46 Stadtteile. Hier leben fast 500.000 Menschen auf sieben Stadtbezirke verteilt. Sie heißen

  • Rheinhausen
  • Duisburg-Süd
  • Hamborn
  • Walsum
  • Meiderich/Beeck
  • Homberg/Ruhrort/Baerl
  • Duisburg-Mitte

Was keiner glaubt, der noch nie in Duisburg war, die Stadt hat überdurchschnittlich viel Grünflächen. Fast 45 Prozent bestehen aus Wald, Wasserflächen, Parks, Landwirtschaftsflächen und Grünanlagen. In Duisburg fließen die Ruhr und der Rhein, kein Wunder, dass Duisburg heute den größte Binnenhafen Europas hat. Ende des 19.Jahrhunderts war er der größte der Welt.

Die Lage am Wasser sorgt für ein warmes, gemäßigtes Klima. Die Stadt gehört zusammen mit Heidelberg zu den wärmsten Städten in Deutschland.

Industriekultur-Der Landschaftspark Nord

Industriekultur Park Duisburg
Landschaftspark Duisburg

Seit 1994 vereint der Industriepark stillgelegte Hüttenwerke, Schalterhäuschen, Hochöfen mit Natur und Kultur. Pro Jahr kommen etwa eine Millionen Besucher in den LaPaDu. Die einen genießen das abwechslungsreiche Kulturprogramm, die anderen wandeln auf dem Pfad der Industriekultur. Daneben kannst du hier Klettern gehen, dir ein Fahrrad oder E-Bike leihen oder einfach nur spazieren und wandern gehen.

Impressionen:

Hüttenwerk
Landschaftspark Hüttenwerk

Was wurde hier einst produziert?

Auf dem Areal des Landschaftsparkes befindet sich der stillgelegte Hüttenbetrieb und Hochofen des einstigen Stahlwerkes Duisburg-Meiderich von Thyssen. In den Jahren von 1901 bis 1985 wurde hier Roheisen produziert. Thyssen beteiligt sich 1876 an einer Unternehmensgründung in Duisburg. Es wurden Eisenbänder für Fässer, Ballen und Kisten hergestellt.

1871 macht sich August Thyssen mit seinm Vater in Styrum bei Mühlheim an der Ruhr selbständig. Sie betreiben ein Walzwerk für Stahl- und Bandeisen. Nach dem Tod des Vaters tritt der Bruder dem Unternehmen bei. Sie vergrößern sich, indem sie unter anderem eine Gießerei, eine Maschinenbauabteilung und ein Stahlwerk eröffnen. 1883 kauft Thyssen Anteile an der Steinkohle Zeche Gewerkschaft Deutscher Kaiser und tritt in den Vorstand. Sie bauen das Hüttenwerk aus nachdem Thyssen in 1891 100 % übernommen hat. Das Jahr 1891 gilt auch als das Gründungsjahr des Thyssen-Konzernes.

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Industriekultur- Geschichte Duisburgs

Industriekultur Duisburg
Maschine im Landschaftspark

Ende des 19.Jahrhundets beginnt die Hochindustrialisierung. Die Rhein-Ruhr-Mündung wird ausgebaut, es entsteht der größte Binnenhafen der Welt. Die erste große Fabrik in Duisburg war die Schwefelsäurefabrik des Unternehmers Friedrich Wilhelm Curtius.

Es folgten große Werke der Eisen- und Stahlindustrie. Die bekanntesten Firmen waren Krupp und Thyssen. Für die Stahlindustrie wurde viel Koks benötigt,der aus Kohle hergestellt wurde. Hier kam die Nähe zu den Zechen zum Vorteil. Kurze Transportwege ud schnelle Verfügbarkeit brachten den Marktvorteil. Die Industrie zog Arbeiter aus dem ganzen Land und den angrenzenden europäischen Nachbarn in das Ruhrgebiet. Duisburg wuchs vom kleinen Ort mit einst 4500 Einwohnern zur Großstadt im Jahre 1904 an. Die Stahlindsutrie prägte auch das Stadtbild mit den Siedlungshäusern für ihre Arbeiter und Angestellten.

Zur Zeit des Ersten Welkrieges herschte Chaos in Duisburg. es wurde von den Franzosen besetzt. Die Weltwirtschaftskrise hinterließ auch hier ihre Spuren. In Duisburg gabe es die höchste Arbeitslosenquote des Deutschen Reiches. Im Zweiten Weltkrieg war Duisburg aufgrund der Stahl- und Chemieindustrie ständiger Angriffspunkt von Bombern.

Zum Kriegsende war Duisburg zu 80 Prozent zerstört. Für den Wiederaufbau wurde überall viel Stahl und Eisen benötigt, sodaß es der Stadt bereits in den 50er-Jahren schon wieder gut ging. Ende der 50-er Jahre gabe es kaum noch Arbeitslose. Die Wirtschaftskraft lag 50 % über dem Durchschnitt im Land. Die Menschen strömten in die Stadt, Duisburg erreichte über 500.000 Einwohner. Während die Stahlindustrie florierte, litt die Kohleindustrie. die ersten Zechen mussten schließen. Mit der Wirtschaftskrise in den 1970-er-Jahren litt nun duisburg sehr stark. Der hohe Kaufkraftverlust beutelte die Region. Heute kann sich kaum einer mehr vorstellen, daß hier einmal überdurchschnittlich gut verdient wurde.

Warst du schon mal in Duisburg? Was hat dir gut gefallen?